Diashow von Jeannine Platz


Die 36 jährige Ottenserin arbeitet als Malerin, Kalligraphin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. In ihren Bildern scheinen alle Künste miteinander vereint. Die Sprache ihrer Bilder entspringt in einem Prozess angetrieben von Gefühl und Phantasie, meist nur durch die Hände, die in Farbe tauchen. Im direkten Hautkontakt mit Ölfarbe und Leinwand schafft sie farbintensive und dynamische Momente, die dennoch nach innengewandte Atmosphären sichtbar machen. Der emotionale Gestus wird nicht erst im Bild sichtbar, sondern bereits in der Art, wie sie mit der Farbe umgeht. Sie legt ihre Leinwände auf den Boden, sie gießt, sprüht, und tropft das Öl auf das Bild. Sie arbeitet mit Spachteln, tupft mit den Fingern, reibt mit den Handflächen, sie modelliert, lasiert, verreibt, kratzt weg, sie zerstört und baut auf. Der Umgang mit der Farbe könnte körperlicher nicht sein. Man braucht ihr nur bei der Arbeit zuzusehen, um zu wissen, dass sie die Dinge nicht malt, wie sie sind, sondern wie sie sie fühlt. Jedes Bild enthält gekratzte, kalligraphierte oder gespritzte Schriften, deren Inhalt Geschichten, Gedichte und Gedanken erzählen, die meist ein Geheimnis bleiben. Erst durch das geschriebene Wort wird das Bild zu einer harmonischen Gesamtkomposition. Der Betrachter wird eingeladen zu erfahren, wovon diese Sprache spricht. Ab 2010 ist die Künstlerin in ständiger Ausstellung mit Ihren Werken in der Galerie Deichstrasse, 20459 Hamburg vertreten.